Pingsten — Leven in de Oaas

Pingsten is en Fest, 'neem de mehrsten gor nich weet, wat dor los is. Is komplizeert. Orr nich? De Hillge Geist is to de Minschen kamen, nadat Jesus nich mehr lievhaftig dor weer. Wat is de Hillge Geist?

Jesus weer een, to den de Minschen vun sülven kemen. He dä ehr eenfach good. Dat gifft't. De Minschen blöhn op in sien Nehgde, ok de, de al ewig binnerlich verdröögt un verbiestert weern. As de Wööst opblöht, sodraad sik Water wiest. De Eer springt reinweg op un Millioonen Planten kaamt vörtüüg, de mit de Hülp vun Water un Licht lebennig warrt. So bildt sik en Oaas, en Steed to'n Leven merrnmang de döödliche Wööst.

So en Oaas weer Jesus, enerworrns, 'neem he hengüng. Jesus weer de Midd vun't Leven, de Midd vun de Zone, 'neem een leven kann; üm em rüm weer Aten un Frische un Glück. — Man he weer ja nich mehr lieflich ünner uns Minschen. Dorwegen hett he uns dat lebennige Water verspraken, dat Water vun't Leven — dat Water, dat den Döst för all Tieden stillen kann. Denn hebbt wi en sekere Oaas — nich Jesus as Minsch, sünnern den Gloven an em, unsen Erlöser. He is jümmers noch uns Midd, de Midd vun uns Leven, de Quellgrund ünner uns Fööt; un sien Licht fallt rieklich un güllen vun'n Heven op uns dal. Wi sünd sehn, leevt un bewohrt.

De Hillige Geist gütt sik in uns Harten, düsse Quell to ween. Wi bruukt em ja nödig, nödig as de Lucht to'n Aten, dat Water vun't Leven. As Water, as Licht. Wi sünd de Planten, de bloots in düsse Oaas diegen köönt; annerwegens wöörn wi verdrögen. Hüüt, an Pingsten, maakt wi uns Harten wied apen un fiert, dat Gott den Himmel liekso apen maakt un uns sienen Geist as fleten Water schickt, uns lebennig to maken un to nohren. Orr, as Paul Gerhardt dat seggt hett:

Hilf mir und segne meinen Geist
Mit Segen, der vom Himmel fleußt,
Dass ich dir stetig blühe;
Gib, dass der Sommer Deiner Gnad
In meiner Seele früh und spat
Viel Glaubensfrücht erziehe.

Mach in mir deinem Geiste Raum,
Dass ich dir werd ein guter Baum,
Und lass mich Wurzeln treiben;
Verleihe, dass zu deinem Ruhm
Ich deines Gartens schöne Blum
Und Pflanze möge bleiben.

Erwähle mich zum Paradeis
Und lass mich bis zur letzten Reis'
An Leib und Seele grünen;
So will ich dir und deiner Ehr
Allein und sonsten keinem mehr
Hier und dort ewig dienen.

Wullt du mi helpen, Gott! Ik bidd
üm Segen, de vun'n Himmel flütt.
Laat blöhn mi as en Plant!
Un vun dien Gnaad ehr Sünnenlicht
riept in mien Seel veel Glovensfrücht.
Aarn du mit egen Hand!

Schaff Ruum in mi för dinen Geist.
Wenn du mi, Gott, besnieden deist,
denn driev ik beter ut.
Un giff mi faste Wötteln, un
holl mi in dienen Goorn un Grund
un ritt mi nienich ut!

Laat dat amenn Goorn Eden ween.
Un holl mi oprecht, rank un gröön
alltied, Gott, to din Ehr.
Kann ik denn bloots dien Antlitz sehn,
denn schient mi wiss nix süss mehr schöön.
Nix anners bidd ik mehr.

Ja, de ewige Oaas is de Paradiesgoorn, Eden. Noch sünd wi nich dor, avers Gott will uns nich verlaten, he will uns true Goorner ween un uns Hart un Seel in all Wööstentieden nohren, bet wi in't Paradies Wötteln slaan köönt.

350 Johr is dat nu her, dat Paul Gerhard dat Leed schreven hett — un he wüss dat, he hett dat beleevt. Dör wat för Tieden hett sien Gloov em nich allens dragen! Wenn wi uns hüüt bang in de Welt ümkiekt, kunn he dat teihnmaal: Pest, Krieg, Rechtlosigkeit, all sien Kinner bet op een sünd em storven... Man he is nich vertwievelt, de Quell vun Tovertruun, Höpen un — ja — Glück in em is nich dröögfulln. He kunn fast blieven. Dat deit de Hillge Geist, de uns in'n Gloven fast maakt. Maak hüüt dien Hart wied apen för em!


Andacht un Leed-Översetten: Marlou Lessing
24.5.2026


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