Dat Paradies

vun Behrend Böckmann


Bald is Orndank, wenn wi danken för dei Frücht von Äcker un Feller. Wat wier denn dei ierste Acker up disse unse Ierd?
Na klor, dat, wier dei Gorn Eden, dat Paradies as låters secht wür.
Un nu dei Geschicht œwer dat Paradies, so as sei dei Prophet Moses uns in sien ierst
Bauk vertellen deit:

Dat Paradies

Dat wier tau'n Tiet, dor harr Gott Häben un Ierd all måkt, œwer Strüker un allerlei Krutwark wier up'e Feller noch nich wussen, denn Gott harr noch keinen Rägen utgåten, œwer dor wier ja ok kein Minsch, dei dor ünnen ackeriern künn. Denn keem œwer Dåk up un so wür dat Land son'n lütt bäten natt. Un in dissen Momang nähm Gott bäten Ierd ut 'n Acker un måkte dorut 'nen Minschen.

Un as dei Minsch ut Leihm fardig wier, blös Gott em düchtig sienen Åten in un dat Wäsen füng tau läben an. Un Gott måkte in Eden nå Osten tau 'n Gorn för den Minschen, den hei måkt harr. Un hei leet vör em in dissen Gorn allerlei Böm wassen, an wecker dei Minsch wat tau äten fünn. Un midden in denn Gorn, dor leet Gott 'n besünnern Bom wassen, einen Bom, dei dat Gaude un Böse uteinanner
hollen kann. Un dormit allens gaut wassen dät, leep 'n breide Bäk dörch den Gorn, un as sei den Gorn verlött, deilt sik in vier lütte Bäken up. Dei ierste Bäk is dei Pischon, dei tweite dei Gihon, dei drüdde is dei Tigris un dei vierte is dei Euphrat.

Un in dissen wunnerboren Gorn in Eden sett uns Hergott nu sienen Minschen mit den Updrach, in'n Gorn tau seihen un tau austen, em un tau plägen un tau hegen. Un Gott säd tau sienen Minschen: Du kannst von alle Böm in'n Gorn äten, blot nich von den dor inne Midd, dei Gaut un Bös uteinanner hollen deit, denn an den Dach, wenn du dorvon äten süllst, mösst du starben.

Œwer Gott duerte sien Minsch, dat hei allein wier, un so säd hei sik: Ik will em 'n Männin måken, dei bi un üm em is. Œwer ihrer dat so wiet is, måkt Gott noch all dei Dierten up'e Feller un dei Vågels in'n Häben. Un hei stellt sei sienen Minschen vör, dormit hei disse Kreaturen en Nåmen gifft. Un as denn jedet Diert un jeder Vågel en eigen Nåmen krägen harr un dei Männin för den Minschen noch nich funnen wür, dor leet Gott sienen Minschen in'n deipen Schlåp fallen. Un as sien Minsch so deip schleep, dunn schnäd hei em 'ne Ripp rut un måkt dei Wunn' mit Fleisch wedder tau. Ut dei Ripp' von denn Minschen buuchte Gott œwer 'n Wief un as dei Minsch wedder wåk wür, säd hei blot: Dat is ja Bein von mien Bein un dat is ja Fleisch von mien Fleisch, un sei sall Männin heiten, denn sei wür ja von'n Mann nåhmen. Un dor dat so is, sall ümmer dei Mann sien Öllern verlåten un sien Wief achteran lopen, denn sei sünd ein Fleisch. Un dei Mann un sien Männin wiern nåkelt un sei schenierten sik nich.

Antaumarken blifft: Hier is also noch nicks von Adam un Eva tau läsen un ok nicks dorvon, dat dei Bom inne Midd 'n Appelbom wier.

Ludwig Uhland hengägen weit wat von'n güllen Appel, 'nen besünnern Krauch tau vertellen. Un dat hürt sik denn so an:


Inkihr
von Lutten Uhland
op Nedderdüütsch nadicht vun Behrend Böckmann

Bi einen Kräuger wunnermild
Dor bün ik eins ankåmen.
Ein güllen Appel wier sien Schild
Un Appelbom sien Nåmen.

Wat wier hei gaud, dei Appelbom,
Hei hett mien Mœch gliek funnen.
Sien säute Appels wiern'n Drom
Un künn'n nich bäder munnen.

As ik so ünnern Bom denn sitt,
Dor kåmen Vågels flågen —
Sei setten sik un äten mit
Un daun den Kräuger låben.

Ik fünn mien Flach un güng tau Rauh
Up weik' un gräune Matten
Dei Kräuger deckt mi sülben tau
mit sienen käuhlen Schatten.

Nu fråch ik, wat ik schullig bün,
Dor deit den Zopp hei bögen.
Un dorüm sall, wat ik em günn,
Keinein an siene Wöddeln rögen.


2.10.2026


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